Stendal
Pferdestraßenbahn (1892-1926)

Am 3. Juni 1892 eröffneten private Betreiber aus Stendal eine 2,4 Kilometer lange Pferdebahnstrecke. Die Meterspur-Strecke führte vom Bahnhof zum Alten Dorf. Da diese Streckenführung für viele Stendaler etwas ungünstig gelegen war, taten sich Bürger zusammen und gründeteten die "Neue Straßenbahngesellschaft", die am 28. Oktober 1909 den Betrieb auf einer zweiten Linie aufnahm. Einen Monat später, am 15. November 1909 war die gesamte zweite Linie vom Ostbahnhof über die Innenstadt zum Bahnhof fertig.
Im Jahre 1921 kam es zur Fusion der beiden Gesellschaften, sodass nach kleineren Umbauten in der Karlstraße ab April 1923 auf einer "fusionierten" Linie vom Bahnhof zum Ostbahnhof gefahren wurde.
Am 24. Oktober 1926 verkehrte die Pferdebahn zum letzten Mal, der Stadtverkehr Stendal wurde auf Omnibusse umgestellt.

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Geplantes Kernkraftwerk Stendal

Das KKW Stendal war zum Zeitpunkt der Wende ein noch im Bau befindliches Atomkraftwerk. Es lag in Niedergörne an der Elbe, ein paar Kilometer nordöstlich von Stendal. Es sollte das größte Kernkraftwerk der DDR werden und wäre es zu seiner Fertigstellung gekommen, wäre es das größte gesamtdeutsche AKW geworden. Mit dem Bau des KKW wurde 1972 begonnen. Die Bahnstrecke Stendal-Niedergörne erlangte durch die Großbaustelle für den Personen- und Güterverkehr neue Bedeutung.
Es sollte aus vier Druckwasserreaktorblöcken vom sowjetischen Typ WWER bestehen, die je tausend Megawatt Strom produziert hätten.
Mit dem Bau der ersten beiden Reaktorblöcke wurde 1983 begonnen, bis zur Wende wurde Block A zu 85 Prozent und Block B zu 15 Prozent fertiggestellt. Zwei Kühltürme mit einer Höhe von 150 Metern waren ebenso schon fertig, wurden aber am 19. Mai 1994 und am 29. Oktober 1999 gesprengt, da im Jahre 1991 der Bau des KKW Stendal abgebrochen wurde. Seitdem liegt die Anlage brach. Einen Teil der Infrastruktur nutzt heute ein Zellstoffwerk. Der Bau der Kraftwerksanlage
hat 1,4 Milliarden Ostmark gekostet.


Die Ruine der Kraftwerksanlage,
Foto: Detlef Koch / Eisenbahndet.de


Proj. Verwaltungsgebäude des KKW,
Foto: Detlef Koch / Eisenbahndet.de


Einfahrt zum heutigen Zellstoffwerk auf der Kraftwerksanlage,
Foto: Detlef Koch / Eisenbahndet.de


Kraftwerkbahnhof Niedergörne,
Foto: Detlef Koch / Eisenbahndet.de


Kühltürme, Foto: Robert Conrad


Kühltürme, Foto: Robert Conrad


Kühlturm, Foto: Robert Conrad


Kühlturm und Reaktorblock, Foto: Robert Conrad


Foto: Robert Conrad


Foto: Robert Conrad